Besteuerung von Pfandrücknahmen im Rahmen der MwSt Änderung zum 01.07.2020

Im Rahmen der Mehrwertsteueränderung zum 01.07.2020 ist es bei der Besteuerung von Pfandrücknahmen ebenfalls zu Anpassungen gekommen. 

So wird die MwSt. auf Pfandrücknahmen nicht analog zu den durchgeführten MwSt Anpassung, die zum 01.07.2020 in Kraft getreten sind umgesetzt, sondern um 3 Monate versetzt.

Um dieser vermeidlichen "Steuerungrechtigkeit" bei Pfandrücknahmen entgegenzuwirken, wurde beschlossen die  steuerliche Betrachtung  bei Pfand um "3 Monate versetzt" umzusetzen.
Bildschirmfoto_2020-07-09_um_17_37_44.png

Folgendes Szenario: Es wurde ein Artikel samt Pfand im Juni 2020 verkauft. Die Besteuerung wurde korrekt mit dem gültigen MwSt Satz (19% bzw. 7%) durchgeführt. 

Wird ein Pfandartikel im August 2020 zurückgegeben, erfolgt die Besteuerung weiterhin mit dem regulären MwSt Satz (19% bzw. 7%).

Im Gegensatz wird der Pfandartikel im Oktober 2020 zurückgegeben. So würde eine Besteuerung mit dem dann gültigen (geringeren) MwSt-Satz (16% bzw. 5%) erfolgen.

 

ACHTUNG:

Es ist in enforePOS erforderlich, um die korrekte Umsetzung der Pfandbesteuerung im Rahmen der MwSt Änderung zum 01.07.2020 umzusetzen, dass du das Produkt Pfand als zugehöriges Produkt bei mindestens einem "regulären" Produkt hinzufügst.

Wie du Pfand zu einem Produkt hinzufügen kannst, erfährst du im How-To Pfand als Produkt anlegen.

So wird sichergestellt, dass für das Pfand-Produkt in deiner Kasse bei der Pfand-Rücknahme, die über eine Minusbuchung umgesetzt wird, der korrekte Steuersatz angewendet wird.

In den DATEV Einstellungen ist es erforderlich, für Pfand ein separates Umsatzkonto zuzuweisen.
Weitere Details dazu findest du im How-To DATEV-Einstellungen und DATEV-Export oder bei deinem Steuerberater.

Erfahre mehr...

 

War dieser Beitrag hilfreich?
0 von 0 fanden dies hilfreich